Startseite Ι Kontakt Ι Impressum Ι Datenschutz
 
       
 
 
Projektziel
 

Im Jahre 1999 wurde die Emsaue durch die niedersächsische Landesregierung als FFH-Gebiet benannt, da in diesem Gebiet verschiedene schützenswerte Lebensraumtypen (LRT).

Für die biologische Vielfalt im europäischen Raum sind bestimmte natürliche Lebensräume (Lebensraumtypen) zu erhalten und zu entwickeln sowie für verschiedene wildlebende Pflanzen und Tiere die notwendigen Managementmaßnahmen durchzuführen.

Die von der Landesvertretung vorgenommene Meldung ließ derzeit die Grundbesitzer erhebliche Einschränkungen ihrer Bewirtschaftungsmöglichkeiten befürchten.

Um gegebenenfalls auftretende Härten zu mildern, wurde seitens des Landkreises Emsland das Ergreifen von Maßnahmen zur Entflechtung möglicher Konflikte zwischen landwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Interessen zugesagt.

Eine Möglichkeit ergab sich durch den 2003 gestellten Life-Natur Antrag “Naturnahe Flussdynamik an der niedersächsischen Ems“ zwischen der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen und der Stadtgrenze zu Lingen (Ems).

Mit dem Förderinstrument LIFE-Natur fördert die Europäische Union Projekte, die seltene wild lebende Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensräume im Schutzgebietsystem Natura 2000 erhalten und entwickeln. Als Voraussetzung muss/müssen

  • das Projekt nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH) - Richtline oder der EU-Vogelschutzlinie gemeldet sein und
  • die Tier- und Pflanzenarten in den Anhängen II der Habitatrichtlinie und Anhang I der Vogelschutzrichtline aufgeführt sein.


Mit den für den Zeitraum vom 01.01.2004 bis 30.06.2008 bewilligten Mitteln sollten verschiedene Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Ankauf von Flächen in der Emsaue
  • Rückbau von Uferbefestigungen und Ausrichtung der Unterhaltung der Gewässer auf mehr Naturnähe
  • Extensivierung von Flächen in der Emsaue
  • Anlegung eines Naturlehrpfades und
  • Schaffung der ökologischen Durchgängigkeit der Ems.

 

 

Für das Projekt standen insgesamt 2 Mio. € zur Verfügung, die zu 50 % aus Life-Natur Mitteln (1 Mio. €) und zu je 25 % (500.000 €) vom Land Niedersachsen und vom Landkreis Emsland bereitgestellt wurden. Speziell für das Projekt wurde ein Dipl.-Ingenieur für Landespflege eingestellt.

Vor Durchführung der konkreten Maßnahmen wurde eine Bestandserfassung der Pflanzen und Tiere in der Flussaue und eine Elektrobefischung durchgeführt.

Elektrobefischung ist Fischfang mittels Strom; auf diese Weise werden Fische nicht getötet, sondern nur vorübergehend betäubt. Diese Methode ist genehmigungspflichtig und nur ausnahmsweise (z. B. zur Bestandsaufnahme) erlaubt.


Elektrobefischung


Bei der Bestandsaufnahme sind verschiedene Lebensraumtypen und Fischarten wie Aal, Barbe, Mühlkoppe, Hecht, Rapfen, Zander festgestellt worden.


Barbe


Rapfen

Mühlkoppe


Aale
 

Informationen zu LIFE-Natur:
http://ec.europa.eu/environment/life/