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Grunderwerb und Ablösung von Rechten
  Im Projektgebiet sollten intensiv und nicht standortgerecht genutzte landwirtschaftliche Flächen erworben werden.

Auf diesen Flächen musste es möglich sein, durch entsprechende Maßnahmen eine Verbesserung der Lebensraumsituation für die Pflanzen- und Tierwelt zu erreichen.

Über 50 % der vorhandenen finanziellen Mittel (1,12 Mio. €) standen für den Ankauf von Grundstücken und die Ablösung von Rechten zur Verfügung.

Durch die Ausweisung von Wohn-, Gewerbe- und Industriegebieten und durch die Fertigstellung der Bundesautobahn A 31 haben die Grundstückspreise im Projektgebiet gerade in den letzten Jahren stark angezogen.

Unter Zugrundelegung der Bewertung der einzelnen Grundstücke durch einen unabhängigen vereidigten Sachverständigen konnten trotzdem Flächen mit einer Gesamtgröße von insgesamt rd. 50 ha erworben werden.


Uferrandstreifen Anfang 2006

In diesem Zusammenhang ist besonders hervorzuheben, dass es gelungen ist, größere Flächenkomplexe, die in der Nähe wertvoller Biotope liegen, und Flächen, die sich in der Nähe von bereits im Besitz des Landkreises befindlichen Flächen befinden, zu erwerben.

So kann auf größeren zusammenhängenden Einheiten „Naturschutz pur“ praktiziert werden.

Durch einen besonderen Eintrag im Grundbuch beim Amtsgericht Lingen wurde für alle erworbenen Flächen eine dauerhafte Nutzung ausschließlich für Zwecke des Naturschutzes ausdrücklich festgeschrieben.
  Aufgrund der bereits erläuterten Steigerung der Grundstückspreise hat sich die Ablösung von Rechten schwieriger gestaltet.

Es konnten die Nutzungsrechte an 1,27 ha Fläche erworben werden, für die ebenfalls im Grundbuch beim Amtsgericht Lingen die Naturschutznutzung eingetragen wurden.


Blänke auf einer erworbene Fläche

Ziel des Erwerbs von Nutzungsrechten war es, ohne Grunderwerb Einfluss auf die Nutzung flussnaher Flächen zu bekommen.

Es wurden jetzt ausschließlich die Rechte an schmalen Uferrandstreifen erworben, auf denen anschließend jegliche Nutzung und Bewirtschaftung eingestellt und der Natur freie Gestaltung eingeräumt wurde.

Bereits nach kurzer Zeit konnte auf diesen Flächen eine schnelle Entwicklung und positive Veränderung der Pflanzenwelt festgestellt werden.


Uferrandstreifen Anfang 2008