Zu einem schlüssigen Konzept im Rahmen des Life-Natur Projektes gehörte auch einmaliges Naturraummanagement in der Emsaue.
Auf bereits vorhandenen Eigentumsflächen des Landkreises, auf den angekauften und vertraglich gesicherten Flächen wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt und angeschoben.
 Emsaue flussaufwärts Waldbegründung in der Emsaue zur Vermehrung des Auwaldes durch - Aufforstung von 5,95 ha Hartholzauwald mit den Hauptbaumarten Eiche, Esche und Hainbuche unter Beimischung von Erle, Ulme und Linde.
- Anpflanzung eines Waldsaumes aus Faulbaum, Wasserschneeball, Holunder, Pfaffenhütchen, Hasel und Kornelkirsche bei nicht vorhandenem Sukzessionsstreifen.
- Initialpflanzungen auf Aufschüttungen und am Rand zu höher gelegenen Bereichen; auf 1,4 ha wurde das Artenspektrum der Hartholzaue gepflanzt.
 Initialpflanzung zur Förderung der Waldbildung
- Setzstangen / Steckhölzer entlang 919 m Emsufer und auf 0,46 ha Fläche mit verschiedenen Weidenarten.
- auf 7,9 ha sollen sich im Zuge der Sukzession standortangepasste Waldtypen entwickeln. Bereits während der Laufzeit des Life-Natur Projektes haben sich in feuchteren Bereichen Erlenbestände gegründet.
 Erlenwäldchen durch Sukzession entstanden Renaturierungsmaßnahmen durch - Anlage von insgesamt 10 (0,36 ha) mit Einzelflächen zwischen 100 qm und 550 qm bei einer Tiefe von max. 1,50 m, die neue Lebensräume vor allem für Amphibien darstellen. Sauergrasgewächse und Binsenbestände bieten Lebensraum z.B. für Libellen
 Blänken nahe Leschede 2008 |
- Anlage von Flutmulden in Mehringen und Leschede (Gesamtgröße. 1,23 ha) mit fördernden Standortbedingungen für Hochstauden und Röhrichtbestände
 Flutmulde in Mehringen
- flache Aufschüttungen mit Teilen des Aushubs der Blänke als trockenere Standorte
- Renaturierung der Bachmündungen von Listruper Bach und Dornbach mit Abgrabung des angrenzenden Bodens auf das Niveau des Wasserspiegels mit der Folge der Entstehung von Sekundärauen, die vor allem für Pflanzen und Tiere der feuchten bis nassen Standorte eine neue Heimat bieten
 Mündung des Listruper Baches vor der Renaturierung  Listruper Bach nach der Renaturierung - Waldumbau in Leschede durch Reduzierung der Nadelholzbestände um ca. 70 % in einer Waldfläche mit dem Ziel, langfristig einen standortgerechten Hartholzauwald zu entwickeln
 Waldumbau Leschede - Extensive Grünlandnutzung auf 21 ha der angekauften Flächen mit dem Ergebnis der Narbenumbildung und dem Rückgang stickstoffliebender Pflanzen
- Zaunbau auf erworbenen Flächen auf einer Länge von insgesamt rd. 5,4 km um eine Trennung und ein Nebeneinander verschiedener Nutzungen oder auch Nichtnutzungen auf engem Raum zu erreichen. So entstanden während der Projektlaufzeit beispielsweise Hochstaudenfluren am Ufer und mit Initialpflanzungen versehene Sukzessionsstreifen in staufeuchten Bereichen.
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