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Ems - Der Fluss
  Die Quelle der Ems liegt in der Senne. Dort entspringt der Fluss in 134 m Höhe über NN nahe Hövelhof am Fuße des Teutoburger Waldes. Durch überwiegend sandige Böden fließt sie über 420,8 km bis zur definierten Mündung in der Nordsee (nördlich Borkum).


Übersichtskarte der Ems von der Quelle bis zur Mündung

Der Oberlauf erstreckt sich von der Quelle bis zur Cenomanschwelle (Oberkreide) bei Rheine. Ab da beginnt der Mittellauf, der durch zahlreiche Mäander charakterisiert ist. Vor allem im LIFE-Projekt-Gebiet sind sie noch zahlreich erhalten.


Lage des Projektgebietes am Flusslauf

Das Einzugsgebiet der Ems umfasst 18.105 qkm, das Abflussverhalten korrespondiert eng mit der Höhe der Jahresniederschläge.

Der obere Mittellauf von Meppen bis Rheine ist schiffbar, heute aber ohne wirtschaftliche Bedeutung da der Binnenschiffsverkehr über den Dortmund-Ems-Kanal läuft.

Auf dem Fluss finden sich noch kleine Ausflugsschiffe, Sportboote. Außerdem ist die Ems im Projektgebiet ein Paradies für Paddler.

Große Bedeutung hatte die Ems im Mittelalter als Verkehrs- und Handelsweg bis Rheine, im oberen Bereich nach Münster behinderten starke Schlaufenbildung des Flusses, stetige Verlagerung der Ufer und Sandbänke den Schiffsverkehr.

Damals segelten Pünten auf dem Fluss, wenn der Wind nicht ausreichte wurden sie von Pferden getreidelt.


Ems im nördlichen Listrup im Winter

Im Vorfeld des LIFE Projektes hat der Landkreis Emsland Flächen im Überschwemmungsgebiet der Ems nahe Listrup erworben, rund 37 ha stehen schon seit 2000 - 2003 dem Naturschutz zur Verfügung. Nach und nach werden sich auf ihnen im Zuge der ungelenkten Sukzession Auwälder entwickeln.

Ein kleiner Teil der Flächen ist verpachtet und wird landwirtschaftlich als extensives Grünland genutzt, z.B. zur Mutterkuhhaltung und Erzeugung von Biofleisch.


Ems bei Mehringen.jpg
  Auch außerhalb des LIFE-Projekt-Gebietes wurden Flächen erworben. In Rhede kaufte der Landkreis Emsland 1991-1994 436 ha landwirtschaftliche Nutzfläche im Überschwemmungsgebiet der Ems (Nordteil des Landkreises).


Rotschenkel in der Nähe seines Nestes

Auch diese Flächen werden als extensive Grünländereien und Sukzessionsflächen genutzt. Ergänzend stehen rd. 297 ha dem Naturschutz zur Verfügung, die verschiedenen öffentlichen Eigentümern gehören.


Sukzessionsfläche an der Ems im Winter

In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist der an das LIFE-Projektgebiet angrenzende Oberlauf der Ems im Landkreis Steinfurt ebenfalls FFH-Gebiet. Seit 1990 läuft das Gewässerauenprogramm mit dem Ziel Flussauen und Gewässernetze als Lebensadern der Landschaft zu erhalten und zu reaktivieren.

Teil des Gewässerauenprogramms ist das Emsauenschutzkonzept (EASK), das wasserwirtschaftliche Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Ems und ihre Aue im Regierungsbezirk Münster vorsieht. Dort umfasst es rd. 110 km Gewässerstrecke und 6.000 ha Gesamtfläche.